Um es gleich vorweg zu nehmen: „Für mich ist der Genki kein normaler Drachen“. Die Frage ist nun, was man unter einem normalen Drachen versteht? Bitte lasst mich meine persönliche Definition geben: “Ein normaler Drachen ist ein Drachen, welcher bei geeigneten Wind- und Wetterverhältnissen aus der Hand heraus startet, ausdauernd und selbständig über eine längere Zeit am Himmel steht und grundsätzlich in die Hand zurück eingeholt werden kann.“ Ausgehend von dieser Definition ist der Genki alles andere als normal, denn: Starten kann man ihn auch ohne Wind! Stabil fliegt er nur unter andauernder „Schnur- und Segeldruckkontrolle“ durch den Piloten. Landen will er sonst oft vorzeitig, indem er über die Flügelkante abschmiert. Warum hat der Genki dann den Weg in so viele Drachentaschen gefunden? Dieses Warum würde ich gerne mit Euch allen, in Form eines Genkilexikons, zusammentragen. Bitte meldet Eure Beiträge dem Drachclub der Baar um sie in das Lexikon aufzunehmen. Die Idee ist: Das Genki Lexikon soll durch Eure Beiträge erweitert werden. Abfangen nach dem Abschmieren  Was ist zu tun? Den Druck auf den Drachen so schnell wie möglich wieder herstellen! Gelingt es, so fangen wir den Drachen rechtzeitig in der Luft ab. Wie? Durch sehr schnelles Einholen der Drachenschnur. Dies wiederum ist nur mit Hilfe einer grossen, schnelldrehenden Schnurrolle möglich. Abschmieren Der Genki schmiert gern, wenn er keinen Druck mehr hat, über die Flügel ab. Der Pilot muss deshalb immer die Verbindung (Schnurdruck) zum Drachen aufrechterhalten. Abspannen Um das Abschmieren zu vermeiden, kann man den Genki entlang des Querstabes nach hinten leicht abspannen. Allerdings verliert man dabei den unmittelbaren Kontakt zu einzelnen Luftströmungen und zur Thermik. Ein wesentlicher Reiz des Genkifliegens, geht dadurch verloren. Flughöhe Der Genki fliegt gerne hoch. Am liebsten über 200m. Solange die Schnur unter Spannung steht, neigt er selbst in dieser Höhe zum Drehen von 360° Kurven und/ oder zum Überfliegen. Genki Das Wort Genki kommt aus der japanischen Sprache und bedeutet Gesund / Gesundheit. Genkifliegen ist also gleichbedeutend mit gesundem Fleigen.  Wer einmal nur bei Thermik einen Genki hat steigen lassen und in den unterschiedlichsten Höhen mit den diversen Windströmungen spielte, kennt die enspannende Wirkung des Genkifliegens. Landung Am einfachsten ist das Einholen der Flugschnur, wenn man dem Drachen etwas entgegen läuft. Dies baut den Druck auf den Drachen ab und verhindert gleichzeitig, dass der Druck über die Schnur auf der Rolle zum Rollenbruch führt. Drachenschnur- rolle Für den Genki sollte sie möglichst leicht gebaut sein. Zudem ist es von Vorteil, wenn sie einen möglichst grossen Durchmesser aufweist. Man kommt beim Genkifliegen oft in die Situation, dass  man sehr schnell viel Schnur einholen muß. Der Genki ist ein extremer Leichtwinddrachen. Man fliegt den Drachen am Besten mit einer Schnurstärke von etwa 10 bis 15 Kilogramm.  Bei leichtesten Winden kann man auch hin und wieder eine 5 kg Schnur verwenden. Achtung: Es besteht die Gefahr des Schnurrbruchs, wenn der Wind in der Höhe auffrischen sollte! Schnurstärke Start mit Wind Der Drachen steigt ohne jedes Problem aus der Hand in den Himmel auf. Immer muss jedoch der Druck des Drachen aufrecht erhalten bleiben. Gibt man zuviel Schnur aufs Mal , kippt der Drachen mit Schwung nach vorn und erhält Wind von oben. Die Folge könnte sein, dass er eine 360° Kurve fliegt. Dann haben wir Glück gehabt,.. oder er schmiert ab. Dann sind wir um eine Erfahrung reicher geworden. Thermikfliegen Es zählt zu den schönsten Flugerlebnissen mit dem Genki in den Alpen oder an Bergflanken eine Thermik- strömung aufzuspüren und den Genki darin, wie in einem Lift aufsteigen zu lassen. Wichtig ist es wie immer die Kontrolle über die Schnur und somit über den Drachen zu behalten. Der Drachen zieht die Schnur durch die  „Fingerbremse“ aus, bis er die Oberkante der Luftströmung erreicht hat. Der Genki ist für schwachen Wind ausgelegt. Die unstabilisierte Flügelkante sollte nicht knallen. Gibt sie Laut, so ist es Zeit einen anderen Drachen in den Himmel zu bringen. Wind Der Drachen fliegt über den Piloten hinaus.  Meist folgt darauf eine 360° Drehung. Manchmal kommt es auch vor, dass der Drachen immer weiter fliegt und so nach unten drückt. In solch einem Moment sollte man ein oder mehr- mals für einen Augenblick den Druck unterbrechen. Mit dieser Technik gelingt es fast immer den Drachen zu drehen ohne dass er vom Himmel kommt. Überfliegen Dieses Lexikon ist zur freien Verwendung gedacht. Es darf in die Homepage aller interessierter Drachenfreunde eingebunden werden. erstellt durch    Rainer Neuner  ergänzt duch     Wolfgang Karrer